Pressemitteilung

04.02.2004

Anforderungen an Familotels

Expansion und Qualitätskontrolle

Partnerbetriebe heute

Jahr für Jahr überzeugt Familotel weitere private Urlaubshotels, der Marketing-Gemeinschaft beizutreten. Seit 1994 hat sich die Zahl der kooperierenden Betriebe von acht auf aktuell 35 summiert. Dazu gehören mittlerweile 21 Herbergen in Deutschland, zwölf Häuser in Österreich, zwei in Italien und jeweils eines Ungarn und der Schweiz.

Ziele

Angestrebt ist, bis 2010 mindestens 50 Herbergen in allen Urlaubsregionen Europas, die Familien hauptsächlich aufsuchen, zu integrieren. Dabei sind sowohl Hotels und Pensionen in der drei bis vier Sterne-Kategorie von Interesse als auch Ferienparks, Anlagen mit Ferienwohnungen und Kuranlagen.

Prüfung der Interessenten

Bevor ein Betrieb in die Kooperation aufgenommen wird, unterziehen Vorstand Siegfried Prange und sein Team Haus und Betreiber einer intensiven Prüfung. Untersucht wird, ob das Haus wirklich familientauglich ist und den Qualitätskriterien von Familotel entspricht. Dazu werden alle Zimmer und die angebotene Infrastruktur in Augenschein genommen. Die Umgebung wird unter Sicherheitsaspekten kritisch untersucht. Ein intensives Gespräch mit den Betreibern gibt Aufschluss über die Einstellung zur Zielgruppe „Kinder und mitreisende Erwachsene“.

Fällt das Ergebnis positiv aus, findet man das neue Mitglied im nächsten Katalog, der regelmäßig im November erscheint.

Ausschlusskriterien

Leider sind nicht alle interessierten Hoteliers bereit, mindestens 35 Stunden Kinderbetreuung durch ausgebildete Kräfte zuzusichern. Auch die Einrichtung eines überdachten separaten Kinder-Spielzimmers scheitert häufig am mangelnden Investitionswillen der Interessenten. Gleiches gilt für die Einrichtung familiengerechter Appartements, die aus zwei miteinander verbundenen Zimmern bestehen. Dafür müssen in manchen Fällen Wände durchbrochen werden und diese Baumaßnahme ist kostenintensiv.

Mehr noch als die baulichen Veränderungen sehen Hoteliers nur zögerlich ein, dass künftig nur Kinder und Familien im Mittelpunkt des Handelns stehen. Doch die Konzentration ist notwendig, um die Marke „Familotel“ auch mit dem neuen Mitglied deutlich positionieren zu können und die damit zusammenhängenden Versprechen an die Zielgruppe zu halten.

Qualitätsüberprüfung im laufenden Betrieb

Ist der einmalige Aufnahme-Check von Haus, Infrastruktur und Einstellung zufriedenstellend für alle Seiten gelaufen, so setzen sich im laufenden Betrieb die kleinen und großen Gäste dafür ein, dass die Qualität gleichbleibend hoch ist.

In jedem Zimmer liegen Feedbackbögen aus, in denen vor allem die erwachsenen Gäste um eine ehrliche Meinung gebeten werden. Die „Meinungsflyer“ sind beliebt: Jeder vierte Gast nutzte im letzten Jahr die Möglichkeit, Lob und Tadel zu verteilen.

Zehn Kriterien sind zur Bewertung angeboten. Einzuschätzen sind neben Freundlichkeit und Service auch die Angebote für Kinder, die Angebote für Erwachsene sowie der Service im Restaurantbereich. Die Abfrage ist grafisch so umgesetzt, dass die Meinung des Gastes eine „Fieberkurve“ zeichnet - der Hotelier ist über die Zufriedenheit seiner Gäste auf einen Blick informiert.

„Kinderzeugnis“ für die kleinen Gäste

Die kleinen Gäste stellen seit Oktober 2002 ihrer Urlaubsherberge und den dort arbeitenden Menschen ein „Kinderzeugnis“ aus. Zu benoten sind der Spielplatz draußen, das Spielzimmer drinnen, das Schwimmbad, die Kinderbetreuung sowie Angebote für Ausflüge und spezielle Aktionen. Noten von eins bis sechs vergeben die Kinder auch für den Aspekt „Umwelt und Sauberkeit“ sowie für die anderen Gäste im Hotel. Selbstverständlich interessiert sich Familotel auch für die Meinung zum Kinder-Essen.

Das Kinderzeugnis ist Teil der Zertifizierung aller Familotels mit dem Audit „TÜV Service Check - OK für Kids“. Grundlage der Abfrage und des Audits ist ein Kriterienkatalog, den der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) mit Kindern von sieben bis zwölf erarbeitet hat. Als Experten in eigener Sache befragt, zeigen die Kinder in einem umfangreichen Katalog, welche Anforderungen sie an ein Hotel legen. Familotel lässt nun tagtäglich überprüfen, in wieweit die Kooperationsbetriebe diesen Anforderungen gerecht werden.

Feedback als Qualitätssicherung

Die Feedbackbögen von Groß und Klein dienen dem einzelnen Hotelverantwortlichen als Qualitätsinstrument, werden aber auch in der Ameranger Zentrale kritisch gesichtet. Das Ergebnis fließt in ein Ranking aller Familotels ein. Von der daraus entstehenden Wettbewerbssituation profitieren alle: die gesamte Kooperation, das einzelne Haus und nicht zuletzt auch die kleinen und großen Gäste.


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PDF Anforderungen_an_Familotels_040204.pdf
DOC Anforderungen_an_Familotels_040204.doc



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