Kleine Tiere in großer Not.

Vogelschutz beginnt vor der Haustür. 

Fast jede fünfte Vogelart Europas ist vom Aussterben bedroht. Das zeigt ein Blick in die aktuelle Rote Liste, die regelmäßig von Birdlife International veröffentlicht wird.*
Insbesondere Singvögel wie Lerchen, Würger und Ammer sind stark bedroht.

Zu schaffen macht den Vögeln vor allem der Verlust von Lebensräumen und der zunehmende Einsatz von Agrarchemikalien

Aber auch in heimischen Gärten fühlen sich manche Vögel immer weniger wohl. Es fehlt an Rückzugsorten oder an Insekten, die wiederum bestimmte Pflanzen bevorzugen. Manchmal wird den Vögeln auch Dünger oder Gift zum Verhängnis.

Das muss nicht sein. Mit einfachen Maßnahmen können wir auch im eigenen Garten ein kleines Vogel-Refugium schaffen

Tipps für einen vogelfreundlichen Garten:

  • Verwenden Sie vorzugsweise einheimische Blumen, Stauden, Sträucher und Bäume. Diese locken mit ihrer Auswahl an Samen und Früchten viele Insekten an, was wiederum die Vögel freut. 
  • Vielfalt ist besser als Einfalt. Je größer der Garten, desto mehr Lebensräume und Nistmöglichkeiten lassen sich schaffen. Von Hecken bis zum Gartenteich. 
  • „Unkraut“ muss nicht immer vernichtet werden. Lassen Sie es an manchen Stellen bewusst wachsen.
  • Lassen Sie das Herbstlaub ruhig liegen.
  • Ein Komposthaufen ist der ideale Nährboden für Würmer, Spinnen und Insekten. Das freut die Vögel. 
  • Alte Natursteinmauern können nicht nur ein optischer Hingucker sein, sondern auch Nistmöglichkeiten für Rotkehlchen und Zaunkönig.
  • Verzichten Sie möglichst gänzlich auf den Einsatz von Pestiziden.
  • Schützen Sie Nistplätze vor Katzen (z. B. Abwehrmanschetten aus Blech oder Kunststoff).

*Quelle: Geo.de, abgerufen am 07.12.2021.

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