Kinderküche - Alternativen zu Pizza und Co.

„Was magst du essen?“ Eigentlich können sich Mama und Papa diese Frage sparen. Die Antwort ist doch immer die gleiche: „Pizza oder Pommes oder Spaghetti!“ Wie soll das Kind da gesund großwerden und die Schule schaffen? Sollen Kinder überhaupt mitreden beim Speiseplan?

„Fünf am Tag“ – dieses knackige Motto gesunder Ernährung mögen wir Großen gut und richtig finden. Kinder aber scheren sich nicht um die Gesundheit, sie wollen einfach essen, was ihnen schmeckt, und dazu gehören Gemüseauflauf und Obstsalat eher selten. Kein Wunder, dass Eltern sich Sorgen machen.

Experten sehen aber dazu in der Regel wenig Anlass: Kinder wüssten selbst am besten, was sie essen sollten, und die Pizza-Nudeln-Pommes-Phase werde nicht ewig dauern (auch wenn man das kaum glauben mag). Und so lange es keine Probleme gebe wie Gewichtsabnahme, Konzentrationsprobleme in der Schule oder irgendwelche psychischen Auffälligkeiten, müsse man sich nicht verrückt machen.

Wie wäre es denn mit folgendem Kniff: Mitmachen lassen – nicht als „Aufgabe“, sondern etwa: „Du, ich brauche mal deine Hilfe.“ Zum Beispiel beim Einkaufen: „Welcher Bund Möhren sieht deiner Meinung nach am besten aus?“ In der Küche: „Kannst du bitte mal die Kartoffeln gut abwaschen? Das wäre toll. – Rührst du bitte mal hier die Gemüsesuppe ein Weilchen um, damit sie nicht anbrennt? – Koste doch mal: Ist die Brühe okay oder fehlt noch was? Bisschen Salz? Mach du mal noch ein wenig davon rein, und dann darf ich kosten.“ Und nachher am Tisch: „Wenn Lena nicht die besten Möhren ausgesucht und Max nicht so geduldig umgerührt hätte, wäre die Suppe nichts geworden!“ Wer Verantwortung trägt, ist wichtig. Und wer Anteil hat an der Arbeit, die ein Mittagessen macht, der hat plötzlich ein ganz anderes „Interesse“ am Ergebnis. Probieren Sie´s einfach mal aus!

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Anne von Winterfeld

Anne von Winterfeld
Familotel Pädagogik-Expertin

Als erfahrene Fachfrau und engagierte Trainerin für die Seminare der Kinderbetreuer von Familotel vermittelt sie in regelmäßigen Trainings nicht nur praktisches Wissen und Fertigkeiten, sondern auch stets eine wertschätzende Haltung gemäß ihrer Devise: „Menschen sind Individuen — und jeder ist einzigartig“.

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