Ähnlichkeiten - Ganz der Opa

...freut sich der Großvater, wenn der Dreikäsehoch genau wie er die Brauen hochzieht. Die Forschung nach Ähnlichkeiten beginnt schon, kaum dass der Nachwuchs geboren ist: Sieht der Junge nicht genau aus wie sein Papa? Diesen Dickkopf hat die Kleine garantiert von der Mama! Die Suche nach Gemeinsamkeiten ist für die Bindung innerhalb der Familie von einiger Bedeutung. Sie hat aber auch ihre Tücken.

Das Kind wächst heran, und allmählich zeigen sich neben den äußerlichen auch Ähnlichkeiten im Wesen. Und je nachdem, wie die ausfallen, freuen sich die Eltern oder sind besorgt. Der Sohnemann ist vielleicht ein zielstrebiger Typ, der schon früh weiß, was er will – naja, und ein bisschen vorlaut ist er auch. Keine Frage, das kommt von der Oma. Oder ist der Junge eher ein Träumer, in sich gekehrt, immer vor dem Computer und sonst keine Lust zu nichts? Das kennt die Familie vom Onkel des Kindes, und der hatte es nicht leicht im Leben: Zu wenig Durchsetzungsstärke. Hat die Tochter den starken Willen vom Papa? Dann wird es wohl öfter Auseinandersetzungen geben, wenn die zwei aneinander geraten. Aber was macht das? Auch Streit kann die Familienbande festigen.

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Sich zu sorgen wegen eher schwierigen Eigenschaften, die man von sich selber kennt, ist wenig hilfreich. Blicken Sie zurück: Wie war es in der eigenen Kindheit, wie sind die eigenen Eltern mit Ihnen umgegangen und wie war das für Sie? Haben Sie nicht trotz allem Ihren eigenen Weg gefunden? Auch wenn Ihr Kind Ihnen noch so ähnlich ist: Es wird sein eigenes Leben leben und nicht Ihres wiederholen. Das Wichtigste, womit Sie den Nachwuchs stärken können für seine Zukunft, sind Aufmerksamkeit, Zuwendung und Zeit – mit der Familie und auch für sich selbst. Und sprechen Sie ruhig mit den Kids über die eigene Kindheit, über Wünsche und Hoffnungen, Scheitern und Erfolge. Kinder lieben solche Geschichten aus der Familie. Und die Bande zwischen Ihnen werden dabei wieder in bisschen fester.

 

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