Aufklärung für Kinder - wie erkläre ich was?

„Mama, wie ist das Baby in deinen Bauch reingekommen?“

Der Zweijährige guckt die Mama erwartungsvoll an.
Kinder fragen umstandslos und direkt, sobald sie sprechen können, das ist ganz normal und auch gut so. Rote Ohren haben sie dabei nicht, dafür passiert das den Eltern womöglich bei solchen Fragen.

Wie gehen sie am besten um mit dem Thema „Aufklärung“?

Die Großen waren selbst mal klein und wollten auch wissen, wie das ist mit dem Sex. Es hilft, sich daran zu erinnern: Damals war man einfach nur neugierig und hatte keine Ahnung.
Genauso geht es heute den eigenen Kindern. Und Eltern sind Vorbilder, ob sie wollen oder nicht. Wenn sie sich peinlich berührt und unsicher zeigen, dann lernen Kinder genau das: Hier geht´s um etwas, das peinlich ist und irgendwie nicht okay.

 

Kinder aufklären - unverkrampft und klar

Das können wir vermeiden, indem wir möglichst genauso unverkrampft antworten, wie unser Kind seine Fragen stellt.

Aber wie soll man das alles erklären, das versteht der Kleine doch noch gar nicht?

Stimmt, und wir müssen auch nicht konkreter werden als nötig, je nachdem, in welchem Alter die Fragen kommen. Ungenau sollten Eltern allerdings auch nicht werden.

„Da unten“ – solche Wortwahl schafft noch mehr Unklarheit. Nennen wir die Dinge beim Namen, ganz selbstverständlich (auch wenn es uns nicht leichtfällt). Für die Kids sind „Penis“, „Scheide“ oder „Vagina“ erstmal nur Worte wie andere auch.

Und was könnte die Mama also ihrem Kind auf seine Frage erwidern? Meist genügt eine schlichte Antwort, etwa: „Dein Schwesterchen ist in meinen Bauch gekommen, weil Papa und Mama sich sehr liebhaben.“

Kinder fragen altersgemäß – und erst ein etwas älteres Kind wird es vielleicht genauer wissen wollen. Auch dann gilt: Ruhig, sachlich und positiv reagieren, damit unser Nachwuchs einen unvoreingenommenen und positiven Zugang zu Sexualität und Körperlichkeit entwickeln kann.

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