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Erziehungsstile - Das hab ich bei dir auch so gemacht

Endlich ist das Baby da, und alle freuen sich: Onkel und Tanten, Freunde und Bekannte und ganz besonders Oma und Opa. Toll, dass die eigenen Eltern so viel Erfahrung haben, die man nutzen kann. Oder?

Nicht nur junge Eltern müssen viel lernen – auch frischgebackene Großeltern haben naturgemäß keine Erfahrung in dieser neuen Position. Zwar erleben die erwachsenen Kinder jetzt am eigenen Leib, welche Herausforderungen das Elternsein mit sich bringt. Das ist aber nicht unbedingt eine Einladung an die ältere Generation, ihr vielerprobtes Wissen ständig einzustreuen.

Es gilt zunächst einmal, die eigenen Kinder jetzt als Eltern anzuerkennen und sich zurückzunehmen. Das ist natürlich viel verlangt: Man möchte doch gern vor Fehlern bewahren, Unglück vermeiden. Dennoch: Großeltern sollten sich bewusst machen und akzeptieren, dass das Baby ein Enkelkind ist und kein eigenes. Vielleicht hilft es, sich daran zu erinnern, wie das war, als man selbst gerade den ersten Nachwuchs bekommen hatte?

Wie hat sich die eigene Mutter damals als Oma verhalten? Haben sie und der Opa womöglich viel kritisiert, wie man mit dem Baby umging? Das war sicher schwierig, oder? Deshalb lieber erst mal Zurückhaltung üben, auch wenn es nicht leicht fällt. Anfangs braucht die kleine Familie ein bisschen Zeit für sich, um sich in die neue Situation einzufinden.

Für die Großeltern heißt das: Etwas Geduld und von Zeit zu Zeit ein liebevolles „Geht´s euch gut?“ – ohne irgendeine unterschwellig vermittelte Erwartungshaltung. Tochter und Sohn melden sich schon von selbst mit Fragen und Bitten um Hilfe und Rat, wenn sie so weit sind. Ganz bestimmt!

 

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