Intuition beim Erziehen - der inneren Stimme zuhören

Wenn es um unsere Kinder geht, machen wir uns jeden Tag über tausend Dinge Gedanken. Die Intuition kann bei der Kindererziehung manchmal eine wertvolle Hilfe sein, kommt aber selten an gegen unsere vernunftgesteuerten Entscheidungen. Geben wir der inneren Stimme eine Chance, sie verdient es.

Auf Babys und Kleinkinder reagieren die Meisten mit einem Lächeln, Sing-Sang-Stimme und freundlicher Zuwendung. Das geschieht ganz intuitiv – auch bei denen, die selbst (noch) keine Kinder haben. Die innere Stimme gibt uns den richtigen Rat: Wir wollen Kindern Gutes tun. Das gilt erst recht für den eigenen Nachwuchs: Nur das Beste für mein Kind! Doch der hohe Anspruch, den die Gesellschaft vorgibt, und die unzähligen Möglichkeiten, sich zu entscheiden – für die beste Förderung, die beste Schule, den besten Erziehungsstil – machen das nicht leicht. So investiert man jede Menge Zeit, sich zu informieren, möglichst vernünftig, also kopfgesteuert zu entscheiden, und dann alles planmäßig zu organisieren und durchzuziehen. Da dringt die eher leise Botschaft der Intuition nicht mehr durch. Dabei kann sie ein wertvoller Ratgeber sein, denn sie kommt nicht von ungefähr, sondern basiert auf viel Erfahrungswissen, auch auf angeborenen und gelernten Mustern. Gute Intuition ist verlässlich: Wir spüren tief drinnen, was richtig wäre, ohne groß zu grübeln. Wie kann man wieder lernen, sie zu fühlen? Es hilft, sich Zeit zu lassen, dem Kind Aufmerksamkeit zu widmen: Was braucht es wirklich, was tut ihm gut und was nicht? Und was sagt mein Bauch dazu? Vertrauen Sie ihm einfach mal.

 

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