Keine Langeweile: Kinder und Selbstbeschäftigung

„Mama, mir ist laaaangweilig.“ - Vielen Eltern sind solche Töne aus dem Kinderzimmer gut bekannt. Was können Sie tun, damit Kinder lernen, sich selbständig zu beschäftigen? Und müssen Mama und Papa immer zur Verfügung stehen oder dürfen sie sich auch mal ausklinken? 

Selbstbeschäftigung lernen und fördern

Manche Kinder können sich von Anfang an prima allein beschäftigen.
„Sophie liebt das Malen und versinkt dabei völlig in ihre Fantasiewelten“, erzählt ihre Mutter in der KiTa.
„Und Tim, unser Jüngster, sitzt stundenlang mit seinen Bilderbüchern in einer Ecke.“

Andere Kinder dagegen brauchen Anregung. Claras Mutter zum Beispiel hat immer wieder gemeinsam mit ihrem Töchterchen Lena gemalt, gebastelt oder Geschichten erfunden und sie mit Stofftieren und Puppen lebendig werden lassen. Das Kind hat erfahren, dass das Freude macht und beschäftigt sich inzwischen auch mal allein auf diese Art. 

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Müssen Eltern immer mit ihren Kindern spielen?

Auch wenn der Nachwuchs immer wieder Leerlauf hat und „Nachhilfe“ braucht, muss das nicht immer so bleiben.

„Also unser Max hat oft gemeckert, ihm sei langweilig“, erzählt sein Papa den anderen Eltern, „und wir haben uns dann auch immer gekümmert und mit ihm gespielt. Inzwischen sagen wir auch mal Nein, weil wir Zeit für uns brauchen. Und siehe da, es geht auch ohne uns: Erst mault er zwar noch, aber kurz danach ist Ruhe und er spielt mit seinen Lego-Steinen.“

Kinder lernen die Selbstbeschäftigung, wenn man ihnen etwas anbietet, das sie fordert: Malen, basteln, etwas erschaffen mit Papier, Pappe, Klötzchen, Knete und Co.
Kreativ sein macht Spaß, und was Spaß macht, will man immer wieder tun, auch alleine.