Freundschaften bei Kindern - "Max ist mein bester Freund"

Je früher Eltern so eine Botschaft vom Nachwuchs hören, desto besser. Was wir als Kinder lernen und gewinnen, wenn wir mit Gleichaltrigen Freundschaft schließen, ist kaum zu überschätzen.

Freunde fürs Leben haben eine besonders kostbare Beziehung. Oft kennen sie sich seit frühester Kindheit. Schon Babys reagieren mit eindeutigem Interesse auf andere Kinder. Sie beobachten die anderen und älteren Kinder genau.Kleinkinder laufen einander hinterher, schubsen sich. Sie wollen Kontakt und miteinander spielen. Ab zwei, drei Jahren entwickeln sich Beziehungen. Das sollte man unterstützen, in der Nachbarschaft, in der Spielgruppe, im Sportverein und später in der Schule. Andere Vorlieben, andere Charakterzüge – Kinder lernen voneinander, dass es Unterschiede zwischen dem Ich und dem Rest der Welt gibt. Sie lernen, dass und warum es Streit geben kann.

Und wie man den bewältigt und sich wieder verträgt. Die Welt mit den Augen der kleinen Freundin sehen, Empathie entwickeln, nachfühlen lernen, helfen wollen. Und spüren, was man selber will. Sich durchsetzen. Oder nachgeben. Erfahren, was Vertrauen ist. Lauter Fähigkeiten, die wir immer wieder brauchen werden. Kinderfreundschaften sind eine wunderbare, sehr lebendige Schule, und sie entwickeln sich von ganz alleine. Eltern sollten sich möglichst nicht einmischen (so lange das Ganze nicht in Raufereien ausufert). Kann schon sein, dass Mama den einen oder anderen Kumpel ihres Steppkes nicht ganz so toll findet. Trotzdem: Machen lassen.Die zwei kriegen das schon selbst gebacken. Ohnehin hält nicht jede „große Freundschaft“, manchmal genügt ein Streit, und es ist aus. Aber echte Freunde/Freundinnen finden einander, und das Ausprobieren gehört dazu. Wie bei so vielen Dingen im Leben.

 

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