Konzentrationsprobleme - Kinder und Konzentration

Das Mobile aus bunten Tierfiguren über dem Kinderbettchen fesselt die ganze Aufmerksamkeit des Babys: Schon früh reagieren wir mit Konzentration auf etwas, das uns fasziniert. Diese Fähigkeit brauchen wir ein Leben lang – aber nicht alles, was Konzentration erfordert, tut man gerne. Wie können Kids das Fokussieren üben?

Ins Spielen vertieft, überhört die kleine Prinzessin, wenn die Mutter zum Essen ruft. Soll sie aber ihr Zimmer aufräumen, ist jede Ablenkung willkommen. Während also die Konzentration von allein entsteht, wenn etwas Spaß macht, müssen wir sie bewusst „anknipsen“ bei Tätigkeiten, die wir weniger mögen. Sich konzentrieren heißt: Alle Achtsamkeit, alles Denken und Tun einer einzigen Sache zu widmen und Ablenkungen dabei auszublenden. Das können Eltern mit ihrem Kind üben, indem sie seine „natürliche“ Konzentration wecken, also etwas anbieten, das interessant ist für das Kind: Eine schöne oder spannende Geschichte vorlesen, Memory spielen, etwas zusammen basteln. Sinnvoll sind auch (abhängig vom Alter des Kindes) kleine Aufgaben, die stolz machen, weil sie suggerieren: Das kann ich schon! Zum Beispiel beim Tischdecken helfen oder beim Ein- und Ausräumen der Spülmaschine.

Ganz wichtig: Genügend (Denk-)Pausen. Kleine Kinder brauchen davon mehr als größere. Sie machen von allein deutlich, wenn es erstmal reicht, indem sie ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Das sollten Eltern berücksichtigen und darauf eingehen – und andersherum das Vertieftsein des Kindes in eine Aufgabe nicht unterbrechen. Und was ganz allgemein gut ist fürs Kind, fördert auch die Konzentrationsfähigkeit: Ein geregelter Tagesablauf und möglichst keine Reizüberflutung. Das heißt: Fernsehen, Sitzungen vor dem Computer und Smartphone-Gebrauch von Anfang an regulieren.


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