Mehrsprachige Erziehung

Die eigene Mama spricht englisch, der Papa französisch. Das Nachbarskind hat eine japanische Mama und einen deutschen Papa. Und der Kindergarten hat Zuwachs aus Syrien bekommen. Das heißt für die Kinder: Großwerden mit mehr als einer Sprache.

Im Kindesalter lernt jeder schnell und mit Leichtigkeit, und das ist großartig. Denn so lange man mit dem Lernen gar keine Mühe hat, können die Großen viele verschiedene Lernangebote (am besten spielerisch und mit freiwilligem Charakter) ausbreiten: Kinder nehmen ganz von selbst so viel auf wie möglich. Pädagogen betonen, und das gilt nicht nur für Sprachen: Man lernt am besten durch und in der Praxis. Also die Zweitsprache viel benutzen.

Aber entsteht dabei nicht ein Sprach-Durcheinander in den kleinen Köpfen? Experten beruhigen: Auch wenn das Töchterchen in seinen Sätzen mal zwei Sprachen kombiniert, ist das nicht schlimm und „wächst sich aus“. Es muss auch nicht sein, dass die beiden Eltern ihre Muttersprachen streng getrennt mit ihren Kindern sprechen – das ist im Alltag ohnehin kaum durchzuhalten. Hauptsache, der Sohnemann ist motiviert, erlebt also, dass er mit der zweiten Sprache prima mit der syrischen Oma reden kann. Und ansonsten gilt: Alles, was Spaß macht, hilft. Musik oder Hörbücher in der fremden Sprache hören, zusammen mit Mama oder Papa ein Kinderbuch lesen – das schult das Sprachgefühl und die Kenntnisse.

 

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