Musikalische Früherziehung - Ein Instrument lernen

Das Kleine spitzt die Ohren: Das da ist Mamas helle Stimme. Und das dort Papas tiefer Bass. Hier rasselt ein Spielzeug, dort klirrt ein Schlüsselbund. Aus dem Radio kommt Klaviermusik. In der Nachbarwohnung bellt ein Hund. Den ganzen Tag lang sind Babys und Kleinkinder voller Aufmerksamkeit für Töne jeder Art. Und sie reagieren früh auf Musik: Sie klatschen in die Händchen und bewegen sich rhythmisch. Es liegt auf der Hand, dass eine musikalische Früherziehung fördert, was ohnehin da ist – und das mit vielen tollen „Nebenwirkungen“. 

Ob Musikschulen, Kindergärten, Volkshochschulen oder Musikpädagogen: Kursangebote gibt es mehr als genug. Gemeinsam mit den Eltern leben Babys und Kleinkinder ganz spielerisch ihre Musikalität aus, lauschen den sanften, lauten, leisen Tönen verschiedener Klangkörper, probieren mit einer Mischung aus Faszination und Wonne Trommeln, Tamburine, Blas- und Tasten-Instrumente aus, machen musikalische Spiele, bewegen sich mit bunten Tüchern tanzend durch den Raum.

Mama und ihr kleiner Sohnemann, Papa und seine kleine Prinzessin lernen zusammen einfache Lieder. Die Kinder erfahren, dass sie „natürliche Instrumente“ mit sich herumtragen: Münder und Hände und Finger und Füße. Das Gefühl für Rhythmus und Melodie wird trainiert. Ratespiele vermitteln Wissen über die Instrumente in einem Orchester. Das alles macht riesigen Spaß, und Freude am Objekt ist die optimale Voraussetzung für nachhaltiges Lernen.

Nebenbei fördert Musizieren die Kommunikationsfähigkeit, das Koordinations- und das Reaktionsvermögen. Und last not least ist so eine tolle Mischung aus Lauschen, Musizieren und Bewegen ein echtes Highlight im Familienleben: Die gemeinsamen musikalischen Stunden vergisst man nie mehr. Die Erfahrungen der Eltern mit Musik-Kursen kann man auf den Webseiten der Anbieter nachlesen: So mancher Vater staunt, wie sein kleiner Wildfang plötzlich still und aufmerksam lauscht und dann ernsthaft und dabei voller Inbrunst musiziert.

Und Mama muss abends vor dem Schlafengehen das schöne neue Lied unbedingt nochmal mit dem Töchterchen singen. Musik ist ein wahres Zaubermittel - für Körper, Geist und Seele. Je früher wir das erfahren dürfen, umso besser fürs ganze Leben.

 

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