Puppe, Teddy & Co: Wichtige Gefährten für Kinder

Eigentlich ist der Lack längst ab: Der Teddy des dreijährigen Max ist schon halbtot geliebt und reichlich zerzaust. Aber nie würde der Kleine seinen Teddy hergeben – ist schließlich sein bester Freund.
Und auch die vierjährige Lisa liebt und umsorgt ihre Lieblings-Puppe als ihr „Kind“ mit großer Ernsthaftigkeit. 

Erlernen der Sozialkompetenzen durch Rollenspiele

Kinder lernen und entwickeln sich, indem sie nachmachen und nachspielen, was sie beobachten und erleben. Was Mama und Papa, Oma und Opa oder andere Menschen im näheren Umfeld sagen und tun, wiederholen die Kleinen im Rollenspiel: Lisa und Max füttern Puppe und Teddy, nehmen sie mit zum Einkaufen, bringen sie ins Bett. Die Kids belehren ihr Spielzeug, beschimpfen es, weil es nicht „brav war“, trösten es, wenn es sich „wehgetan“ hat.
Die Kinder entwickeln in solchen Rollenspielen ihre Sozialkompetenz, lernen Rollenmuster zu verstehen – und nach und nach auch Emotionen.

Wenn Kinder etwas mitbekommen, was sie ängstigt, vielleicht weil der große Bruder oder die Oma ins Krankenhaus muss, übertragen sie diese Szenerie in ihr Rollenspiel mit Puppe oder Stofftier: Die sind dann auf einmal krank, und die Kids kümmern sich liebevoll um sie und beschwichtigen sie: „Du brauchst keine Angst zu haben, bald geht es dir besser“. Der Nachwuchs stellt sich so unbewusst der eigenen Furcht und entwickelt Empathie. Und wenn die Oma wieder gesund ist, sind auch die Puppe und der Teddy wieder fit, und es gibt für alle Apfelkuchen mit Sahne und Kakao. Denn Oma hat ihre Enkel natürlich mitsamt „Anhang“ dazu eingeladen.

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