Rosa für Mädchen und blau für Jungs? - Tiypische Geschlechterrollen

Wie ist das denn nun mit den Geschlechterrollen? Sind die naturgegeben oder kann man sie durch die „richtige“ Erziehung abschaffen? Die 68er haben das versucht, aber geschafft haben sie es mit ihren neuen Erziehungskonzepten nicht wirklich. Heute weiß man: Sowohl genetische Unterschiede als auch äußere Einflüsse prägen die Verhaltensweisen.

Wenn Kinder die freie Wahl haben, entscheiden sie sich in der Regel für die „typischen“ Spielsachen: Mädchen greifen nach den Puppen, Jungs nach den Autos. Das haben wissenschaftliche Versuche gezeigt. Schon Babys zeigen bestimmtes geschlechterspezifisches Verhalten.

Im Alter von fünf bis sieben fangen Mädchen und Jungs an, stereotype Vorstellungen des eigenen Geschlechts auszuleben: Mädchen finden alles toll, was rosa ist, bemuttern ihre Puppen und Stofftiere und wollen sich wie Mama schminken; Jungen fahren auf Autos ab und lieben Wettstreit jeder Art.

Darüber müssen besorgte Eltern nicht erschrecken: Das ist eine ganz normale Entwicklung und bedeutet nicht, dass man Mini-Machos oder künftige Heimchen am Herd großzieht. Zwar hat die Forschung bestätigt, dass Mädchen grundsätzlich lieber Rollenspiele machen, fürsorglicher sind und sich mehr auf persönliche Beziehungen konzentrieren als Jungs, die ihrerseits das Kräftemessen und den Wettbewerb vorziehen. Das sind aber nur grundsätzliche Tendenzen. Persönliche Interessen und individuelle Eigenschaften bestimmen wesentlich, in welche Richtung die Entwicklung geht. Und so kann aus der rosa Prinzessin später womöglich eine Maschinenbauingenieurin werden und aus dem kleinen Raufbold ein Mode-Designer.

 

Alle Erziehungstipps lesen