Erwachsene
Kinder 0

"Geh spielen!" - Spielen heißt Lernen

Wenn die Eltern ihr Kind zum Spielen schicken, wollen sie nicht immer bloß ihre Ruhe haben. Viele wissen: Spielen heißt Lernen.

Früher glaubte man noch, dass Lernen mühevoll sein muss, um nachhaltig zu sein. Heute ist klar: Das Gegenteil ist richtig. Gerade echtes Interesse, Freude an der Sache und spielerische Beschäftigung machen das Lernen effektiv, und das lebenslang und von Anfang an. Schon Babys entwickeln ihre Intelligenz und erste Fertigkeiten auf diese Weise. Ständig beobachten sie voller Neugier alles um sich herum, fassen an, probieren aus. Was passiert wohl, wenn man etwas greift und es dann fallen lässt? Oh toll, gleich nochmal! Körper und Kopf arbeiten zusammen, die Sinne entwickeln sich, das Kleine wird mutiger. 

Im Rollenspiel trainieren Kinder kommunikative Fähigkeiten ebenso wie empathische. Am Vormittag war das Töchterchen beim Doktor, am Nachmittag spielt sie die Situation mit Puppe oder Stofftier nach. „Tut gar nicht weh!“, beruhigt sie ihren Teddy – und stärkt so auch die eigene Tapferkeit. Denken und manuelle Geschicklichkeit werden gefördert, wenn Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre Fantasie zu entwickeln und auszuleben. Wie kommt man zum Beispiel an eine Ritterburg? Natürlich könnte man sie fertig kaufen. Aber wie viel mehr bringt es, selbst eine zu bauen, vielleicht zusammen mit Mama, Papa, Opa... oder auch ganz allein. Ob die Kinder dafür Holzbausteine, Stecksysteme oder sonstiges Bastelmaterial verwenden, ist nicht so wichtig. Wenn das Werk nach viel Nachdenken und Probieren und Scheitern dann endlich fertig ist, wird man auf der Welt keine großartigere Ritterburg finden. Und der stolze Mini-Ritter ist wieder ein ganzes Stück gewachsen: Was der jetzt schon alles kann!

 

Alle Erziehungstipps lesen

Bild: © st-fotograf (Fotolia.com)