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Taschengeld - Den Umgang mit Geld lernen

Wenn man sich Wünsche erfüllen will, braucht man Geld, und das ist nicht unbegrenzt verfügbar. Diese und andere Erfahrungen vermittelt das Taschengeld, und schon deshalb ist es sinnvoll. Kinder lernen, dass man sich entscheiden muss – und dass das auch für die Eltern gilt, die nicht einfach alles kaufen können, was die Familie gern hätte. Taschengeld hilft, den Umgang mit Geld zu lernen.

Taschengeld ist in jeder Familie ein Thema. Im BGB, im Bürgerlichen Gesetzbuch, ist festgeschrieben, dass Kinder ab dem siebten Lebensjahr „beschränkt geschäftsfähig“ sind. Deshalb gibt es im BGB sogar einen Taschengeld-Paragraphen, und er besagt, dass Kinder ab diesem Zeitpunkt mit ihrem Taschengeld selbständig Dinge kaufen können, also auch ohne Zustimmung ihrer Eltern. 

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Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat in seiner Expertise „Taschengeld und Gelderziehung“ hilfreiche Empfehlungen formuliert: Die Kinder sollten regelmäßig und verlässlich einen bestimmten Betrag bekommen und darüber auch frei verfügen dürfen. Weiter rät des DJI, nicht zu bewerten, wofür der Nachwuchs das Taschengeld ausgibt, also die Kids nicht etwa zu rügen („Da hast du dir aber nichts Gescheites gekauft!“).

Auch sollten die Eltern keine Gegenleistung fürs Taschengeld verlangen oder erwarten. Am besten ist es, die Details vorher offen und gemeinsam im Familienrat zu besprechen. Die Höhe des Taschengelds hängt mit davon ab, wie viel Geld der Familie überhaupt zur Verfügung steht, und das sollten Kinder wissen. Aber auch wenn das Einkommen knapp bemessen ist: Immerhin  ein kleiner Betrag sollte drin sein und dem Kind jede Woche oder jeden Monat zukommen, je nach Absprache. Ab 12 Jahren kann laut Empfehlung des DJI auch schon ein Jugend-Girokonto (ohne Überziehungsmöglichkeit) eingerichtet werden. Diskussionen zum Thema wird es wohl trotz allem immer wieder geben. Das Jugendinstitut gibt den guten Tipp, diese ganz gezielt zu nutzen: für die Auseinandersetzung mit Konsumwünschen, für das Nachdenken über mögliche Alternativen und für Gespräche über Wertorientierungen.

 

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