Sind Vorschule und Vorschulgruppen im Kindergarten eigentlich sinnvoll?

Noch ist der Knirps im Kindergarten – aber schon nächstes Jahr ist Schulanfang! Sind Vorschule oder Vorschulgruppen in der KiTa eigentlich sinnvoll? Was soll ein Kind vor dem ersten Schultag schon können?

„J-o-h-a-n-n-a“ schreibt die Kleine in der KiTa mit Buntstift aufs Papier und zeigt es später stolz der Mama: „Guck mal! Das ist mein Name!“ Sollte das Kind noch mehr schreiben lernen, bevor es in die Schule kommt? Das Angebot an Lerngruppen und Materialien ist groß, wie die Suchanfrage im Internet zeigt. Vorschulen gibt es zwar nur noch wenige, aber KiTas machen ähnliche Angebote.

Allerdings: Die Jahre im Kindergarten sind sowieso eine Zeit des Lernens und damit auch der Vorbereitung auf den nächsten Lebensabschnitt. Die Kinder singen, erzählen, spielen gemeinsam und lernen dabei Wesentliches: Zuhören, abgeben, helfen und Regeln einhalten, auch mal einen Streit austragen. Und manche Experten halten nichts davon, dass Kinder vor dem ersten Schultag systematisch schreiben und rechnen üben. Erstens sei es nicht nötig, und zweitens mache der KiTa-Alltag sie ohnehin auf die bestmögliche Art damit vertraut, nämlich spielerisch und nebenbei. Beispiel: Manchmal bringen Kinder etwas mit in die KiTa, vielleicht Kekse oder auch jede Menge Kastanien zum Spielen und Basteln.

Wie viele bekommt jeder? So erfahren Kinder ganz praktisch, was es mit dem Zählen auf sich hat. Und wenn eines fragt, so wie Johanna: „Wie geht mein Name zu schreiben?“, dann muss es dazu nicht gleich das ganze Alphabet lernen. Für ein erstes Erfolgserlebnis genügt es völlig, den eigenen Namen quasi zu „malen“. Auch das ist ein guter Anfang.

 

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