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Wenn Papa in die zweite Reihe rutscht

Überwältigende Gewissheit: Wir kriegen ein Baby! Die Liebe zwischen den künftigen Eltern bekommt einen neuen Schub. Und wenn das Würmchen da ist? Dann kann Papa für Mama auch mal in die zweite Reihe rutschen. Wie geht man(n) mit dieser Kränkung um?

Nachwuchs macht aus einem (Ehe-)Paar Eltern. Das ist die Kurzfassung der Tatsache, dass ein Baby so gut wie alles verändert im Leben zweier Menschen. Sich bei aller Vorfreude auch darüber Gedanken zu machen, kann helfen, die Herausforderungen besser zu meistern. In der Zeit nach der Geburt wird der neue Papa womöglich mit dem Eindruck konfrontiert, irgendwie aufs Abstellgleis gestellt zu sein und für längere Zeit nicht mehr die erste Geige zu spielen für seine Partnerin – die ihn aber zugleich stark fordert und viel Unterstützung erwartet.

Mütter sind grundsätzlich darauf „programmiert“, den Großteil ihrer Aufmerksamkeit dem Kleinen zu widmen, denn rein biologisch ist der Mensch ein Säugetier, dessen Daseinszweck die Erhaltung der Art ist. Solche sachlichen Facts können dabei helfen, mit ungleichen Zuwendungsrationen einerseits und der Erwartung klaglosen Dauereinsatzes andererseits besser fertig zu werden.

Ein Dritter im Bunde verändert jede Partnerschaft, ganz besonders, wenn es sich dabei um ein neues Menschlein handelt – die zugleich größte und schwierigste, energieintensivste und wunderbarste Veränderung im Leben überhaupt. Ein frischgebackener Papa braucht (wie die Mama auch) jede Menge Geduld nicht nur mit dem Baby, sondern auch mit der Partnerin/dem Partner und mit sich selbst. Denn zum Elternsein gehört neben vielen anstrengenden Aufgaben auch die, eine Balance zu finden: Zwar müssen die eigenen Bedürfnisse oft zurückgestellt werden, zugleich aber braucht jeder für sich und für den Anderen ein bisschen Zeit und Fürsorge. Denn wenn das Kind mal flügge ist, will man doch gemeinsam alt werden, oder?  

 

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