Spielen, Matschen, Lutschen: „Baby-led weaning“ (BLW)

Hinter dem Trend Baby-led weaning (BLW, sinngemäß „Beikost nach Bedarf“) steckt die Idee, dass Babys nicht einfach in der festen Reihenfolge Stillen - Brei - feste Nahrung ernährt werden, sondern sie bei der Umstellung mit entscheiden zu lassen.

Wie funktioniert BLW? Ist BLW sinnvoll? 

Mit etwa sechs Monaten kann das Baby im Stühlchen mit am Tisch sitzen. Interessiert beobachtet es, was der Rest der Familie auf dem Teller hat. Das Kleine grabscht mit den Fingern nach den gelben Kartoffeln, dem grünen Brokkoli, den orangefarbenen Möhren, und spielt damit und lutscht daran herum.

Bei dieser Methode können Babys ganz natürlich ihre Neugier und ihren Forscherdrang ausleben. Das ist ihre Art zu lernen.
Das sinnliche Erlebnis, das Anfassen, Riechen und Schmecken ist eine lustvolle Form der Erfahrung und Bewertung: Was mag ich und was nicht?

Für die Eltern kann das „Baby-led weaning“ (BLW) zu einer Geduldsprobe werden: Das Gemüse, die Banane, der Pudding werden zermatscht, und auf dem Tisch, auf dem Boden, im Gesicht verteilt.

Erste Studien zeigen: Diese Methode kann Übergewicht vorbeugen.
Kritiker meinen: Der Beikoststart erst mit sechs Monaten sei recht spät und ungünstig für die Allergieprophylaxe.

 

Was tun?

Probieren geht über Studieren. Viele nützliche Infos, ab wann das Baby was schon probieren darf, finden sich im Internet. Im Übrigen gilt: Mama, Papa und Kind werden gemeinsam raus finden, wie die Umstellung am besten funktioniert. 

 

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