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Babysprache - das will Ihr Baby sagen

Heftiges Gestrampel und ein Blick, der den von Mama und Papa sucht – das ist unschwer zu verstehen: „Hallo, ich bin auch da, und ich will Aufmerksamkeit!“ Babys „sprechen“ mit dem ganzen Körper. Und umgekehrt interpretieren sie Mimik und Gesten ihres Gegenübers.

Eltern verstehen die Botschaften ihres lebhaften Winzlings von Tag zu Tag besser. Die Augen sagen zum Beispiel „Bitte nicht weggehen!“ oder „Ich hab´ Angst“ oder auch „Mir geht´s gut!“ Gleichzeitig spricht das Kleine „mit Händchen und Füßchen“: Das Strampeln haben wir schon erwähnt, es kann natürlich auch Unmut bedeuten. Am deutlichsten drückt sich das Baby mit den Händen aus. Beispiel: Ärmchen ausgestreckt, Fingerchen angewinkelt heißt in der Regel, ich will etwas haben (greifen): Diese Nuckelflasche da oder das Stofftier dort. Das geballte Fäustchen – so fest, dass man die Knöchelchen sieht – kann Furcht vor etwas bedeuten.

So, wie sie sich ausdrücken, verstehen Babys auch ihr Umfeld: Sie interpretieren Gestik, Mimik und außerdem die Stimmlage der Eltern. Und sie ahmen die Großen nach. Das kann sehr lustig sein, und wenn der Knirps die Stirn runzelt, ist das nicht unbedingt ein Ausdruck schlechter Stimmung, sondern womöglich nur ein Spiegelbild von Opas häufigem Stirnrunzeln.Was ist von der meist übertriebenen Art der Gestik und Mimik zu halten, die wir fast alle ganz automatisch annehmen, wenn wir uns mit einem Säugling beschäftigen? Genau richtig, sagen die Experten: So kann das Kind anfangs am besten verstehen lernen, denn noch ist das kleine Gehirn nicht in der Lage, subtilere Gesichtsausdrücke und Gesten zu „übersetzen“.

Ebenso sinnvoll sind die höhere Stimmlage und der sanfte Singsang, die wir unwillkürlich unter unsere Sätze legen: Beides vermittelt „alles in Ordnung, keine Angst!“. Und  das Bedürfnis, im Kontakt mit einem süßen Mini-Menschlein in die Babysprache zu fallen, ist auch normal und kein Problem. Nur: Sobald das Kind sprechen lernt, also Worte sagen kann, lernt es die Sprache besser und schneller, wenn wir aus dem „Wauwau“ den „Hund“ machen und Wörter und Sätze klar und deutlich aussprechen.

 

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