Bonding: Die wichtigste Beziehung zwischen Baby und Eltern aufbauen

Langes Warten, viel Aufregung, stundenlange Wehen – und dann ist das Kleine endlich da, Mama und Papa schließen ihr Kind zum ersten Mal in die Arme, sehen sich in die Augen: Damit beginnt etwas, das im Fachsprech „Bonding“ heißt.

Bonding. Was ist das genau?

„Bonding“ bedeutet wörtlich übersetzt „Bindung“. Der Begriff beschreibt aber mehr, nämlich den Prozess, der die wichtigste Beziehung im Leben eines Menschen prägt:

Er beginnt mit der Geburt und ist nach den ersten sechs Monaten gefestigt. Ein Baby ist auf diese Hauptbindung im Leben angewiesen, weil es völlig hilflos zur Welt kommt.
Sie ist darüberhinaus auch entscheidend für das spätere Leben: Wenn das „Bonding“, also der Aufbau und die Qualität der Bindung zwischen Eltern und Kind, liebevoll ist, dem Kind Sicherheit vermittelt und so sein Urvertrauen stärkt, kann es sich zu einem stabilen und starken Menschen entwickeln, der viel Selbstvertrauen hat.

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Die Natur unterstützt das „Bonding“ durch Hormone und Endorphine, die während der Geburt wirken. Sie sorgen für tiefe Zuneigung zu dem Kleinen, geben den Eltern Kraft und stärken die Motivation, alles fürs Kind zu geben.

Aber was ist im Fall eines Kaiserschnitts oder bei einer problematischen Geburt?

Die Experten können beruhigen: Nicht allein die Geburt, sondern vor allem die Wochen und Monate danach sind wichtig für den engen und stabilen Bindungs-Aufbau und die Entwicklung des Urvertrauens beim Kind. Zuwendung, Wärme, Liebe, viel Schmusen, reagieren und es hochnehmen, wenn es weint – das hat mit Verwöhnen nichts zu tun, sondern macht das Kleine stark.

Es lernt: Ich kann mich verlassen auf Mama und Papa! 

 

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