„DuDuDu!“ – Der Sinn der Babysprache

Zwei Freundinnen stehen beieinander und unterhalten sich, da kommt eine Bekannte um die Ecke mit ihrem Baby auf dem Arm und gewinnt sofort die Aufmerksamkeit der beiden anderen.
„Na du süßer kleiner Schatz, du!“
Schlagartig verändern sich Stimmlage und Ausdrucksweise der Frauen: Hohe Singsangstimme, einfache Sprache.

Als Beobachter mag man darüber schmunzeln. Tatsächlich ist es so genau richtig fürs Baby. Warum?

Wie wir mit den Kleinsten kommunizieren, ist schon komisch. Machen wir uns damit nicht einfach nur zum Affen? Keineswegs.

Experten sagen, dass diese „kindgerichtete Sprache“ sogar sehr sinnvoll ist: Sie fördert das Lernen der Sprache. Das extrem deutliche Sprechen mit breitem Lächeln gibt es in allen Kulturen (wenn auch unterschiedlich ausgeprägt), es scheint biologisch in uns verwurzelt zu sein.

Babysprache zur Förderung des Wortschatzes

Vor wenigen Jahren hat eine Untersuchung gezeigt, dass Kinder, die zuvor viel Babysprache gehört hatten, mit zwei Jahren einen größeren Wortschatz hatten als die, deren Eltern „normal“ mit ihnen gesprochen hatten.
Der intensivere Babysprache-Modus sorgt dafür, dass auch die Aufmerksamkeit des Babys intensiver ist – damit nimmt es auch mehr auf vom Inhalt des Gesagten.

Dass Erwachsene und vor allem die Eltern gar nicht anders können als die Babysprache zu verwenden, ist wohl eine Art Instinkt: Sie machen es automatisch genau so, wie es fürs Kind am besten ist, damit es lernt.

Dazu kommt, dass Zuwendung, die ja auch in der liebevollen Babysprache steckt, zum Wichtigsten gehört, was unsere Kinder brauchen, um prächtig zu gedeihen.

 

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