Kinder und Haustiere - Wenn das Kind einen Hund will

Die Versuchung ist groß, sich mitreißen zu lassen von der Vorstellung, so ein kleines Hundchen oder Kätzchen im Haus zu haben. Manche erinnern sich noch, wie die eigenen Eltern ihnen den Wunsch verwehrt haben.

Jetzt könnte man das doch endlich nachholen, und alle hätten was davon. Und für die Kinder sind Haustiere auch „Entwicklungshelfer“: Sie fördern die soziale Kompetenz der Kids, geben Sicherheit, bauen Ängste und Stress ab. Haustiere vermitteln Kindern ganz praktisch, dass ein Lebewesen Verantwortung mit sich bringt: Tiere müssen gefüttert werden, sie brauchen Pflege, müssen ausgeführt werden, das Katzenklo / der Käfig muss regelmäßig saubergemacht werden. 

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Und hier liegt auch der Knackpunkt: Bevor sich die Familie für ein Tier entscheidet, ist unbedingt zu klären, ob genug Zeit für diese zusätzliche Arbeit im Familienalltag bleibt. Kinder können noch nicht begreifen, was das heißt: Über Monate und Jahre tagtäglich ein Tier versorgen zu müssen. Nicht selten bleibt diese Aufgabe an den Eltern hängen, die das von vornherein einkalkulieren sollten. Und nicht zuletzt: Tiere kosten Geld, für Futter und Spielzeug und vielerlei Zubehör, außerdem für den Tierarzt.

Bei Hunden kommt die Hundesteuer dazu. Ein Tipp: Erstmal ausprobieren, wie das so ist mit einem Haustier. Vielleicht kann man die Katze der Nachbarn in Pflege nehmen, wenn die in Urlaub fahren? Oder die Familie macht einen Ausflug ins Tierheim und erkundigt sich, welche Möglichkeiten es gibt, bei der Tierpflege zu helfen. In der Praxis zeigt sich dann, ob die Begeisterung der Kinder (und der Großen) ein Strohfeuer ist oder nicht. Und wenn das Interesse anhält, kann man vielleicht sogar einem Tierheim-Bewohner ein neues Zuhause geben.

 

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