Das Märchen vom Weihnachtsmann

Das Glöckchen klingelt, die Kinder stürmen das Zimmer, der Weihnachtsbaum strahlt im Lichterglanz, darunter warten viele Geschenke.
Haben Sie als Kind dann auch schnell noch aus dem Fenster geschaut in der Hoffnung, einen Blick aufs Christkind oder den Weihnachtsmann zu erhaschen, beide angeblich gerade wieder fort und zu anderen Kindern unterwegs? Die Eltern erfanden wunderbare Geschichten darüber. Aber ist es okay, unsere Kids so zu beschwindeln?  

Weihnachtsgeschichten - passend zur magischen Phase

Ein alter Mann mit weißem Bart, der alle Kinder der Welt beschenkt, in einer einzigen Nacht, per Schlitten, der durch die Luft saust, gezogen von fliegenden Rentieren – das haben wir als Zwerge fest geglaubt, und heute glauben es unsere eigenen Kleinen.

Sollten wir die Kinder nicht besser „aufklären“, um der „Wahrheit“ willen? Bitte nicht.

Märchen sind ja auch nicht „wahr“ – und lesen wir sie unseren Kindern nicht trotzdem vor?
Kinder zwischen drei und acht Jahren lieben die Geschichten vom Christkind, Weihnachtsmann und Nikolaus, denn sie befinden sich in der „magischen Phase“, wie Experten das nennen. Sie sprechen mit ihren Stofftieren, als wären sie lebendig, fühlen sich umgeben von unsichtbaren Wesen, glauben an Engel. Auch die Weihnachtsgeschichten passen dazu, regen die Fantasie an, fördern die Kreativität. 

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Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?

Natürlich darf man Christkind & Co. nicht als „Aufpasser“ hinstellen, die angeblich alles sehen und hören, was Kinder so anstellen. Damit machen wir den Kids nur Angst und zerstören die Magie des Ganzen.

Irgendwann, etwa ab sechs Jahren, begreifen sie von ganz allein, dass es nicht wirklich einen Weihnachtsmann gibt – und lieben ihn und das ganze Drumherum trotzdem weiterhin. Das ist doch was Schönes, oder?
Und macht der Zauber der Advents- und Weihnachtszeit nicht sogar uns Großen bis heute Freude?