Mein Kind ist in der Pubertät - hilfreiche Infos

Gestern wohnten im Kinderzimmer noch süße Schmusekater, heute sind sie (sowohl die Zimmer als auch die Ex-Schmusekater) plötzlich Sperrgebiet für die Eltern: Aus den Kids sind Pubertätstiger geworden. Schwierige Zeiten brechen an, für beide Seiten.

Kinder und Pubertät

Schrille Haarfarben und Klamotten, nur noch mit der Clique rumhängen, ansonsten Abgrenzung und schlechte Laune: Was Müttern und Vätern ein Rätsel ist, kann die Neurowissenschaft verständlich erklären, und Wissen heißt Verstehen.

Das Gehirn ist während der heftigen Entwicklungsphase namens „Pubertät“ sozusagen eine Großbaustelle. Es passiert irre viel, und das führt dazu, dass das Verhalten von (intensiven) Gefühlen gesteuert wird, dass es in allen Bereichen ums Ausprobieren geht, dass Anerkennung und Rückhalt vor allem bei den Freunden gesucht wird.

Warum verhält sich mein Kind in der Pubertät so?

Wichtig zu wissen: Die massiven Verhaltensänderungen sind eine Folge davon, dass Teens sich und ihre Umwelt völlig anders erleben und wahrnehmen als bisher.

Was also tun?

Es ist nicht ganz einfach, aber effektiv:

  • Kontrolle abgeben
  • den Kindern eigene Entscheidungen (und Fehler) erlauben
  • die Ungeschicklichkeit im Handeln und Reden hinnehmen.

Wenn es zu schwierig wird, Ihr Kind zum Beispiel laut wird und Sie beschimpft: Nicht zurückschimpfen mit Sätzen wie „ab in dein Zimmer“, sondern besser selbst ausweichen: „Ich muss jetzt mal kurz vor die Tür“.

Die Botschaft lautet: Deine Eltern weisen dich nicht zurück, sondern lassen dich da, wo du bist.

Teenager müssen sich austoben in der Pubertät – auch mal frontal „gegen“ ihre Eltern.

Die hilfreichste Antwort

"Ich bin trotzdem auf deiner Seite, egal, was passiert."
Solche Solidarität macht die jungen Seelen stark fürs Leben. 

Weitere Tipps zum Thema Kindererziehung lesen Sie hier:

Tipps zur Kindererziehung