Mittagsschlaf - Wie viel Schlaf braucht mein Kind?

Die 18 Monate alte Karolin schläft mittags zwei Stunden und ist dann abends kaum ins Bett zu kriegen. Ihr vierjähriger Bruder Niklas mag mittags nur selten ins Bett, dafür schläft er abends rasch ein – wenn er nicht zu übermüdet ist, dann kann es dauern.

Wie viel (Mittags-)Schlaf braucht das Kind?

Forscher in Australien haben Studien zur Schlafqualität der Kleinsten ausgewertet: Ab dem dritten Lebensjahr kann der Mittagsschlaf den Nachtschlaf stören. Kann, muss aber nicht, denn jedes Kind ist anders.
Will heißen: Feste Regeln, wie viel Mittagsschlaf Babys und Kleinkinder brauchen, gibt es nicht.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Vor dem zweiten Geburtstag hat der kleine Mensch meist zwei Schlafphasen und danach nur noch eine, die nach Meinung von Experten (ungefähr) zwölf bis vierzehn Stunden dauern sollte – insgesamt. Es spielt keine Rolle, wie viel davon mittags „verschlafen“ wird und wie viel nachts.

Schlafeinteilung lässt sich erlernen

Natürlich verkürzt zum Beispiel ein langer Mittagsschlaf die Nachtruhe. Mama und Papa könnten es in diesem Fall mal mit Wecken versuchen, jeden Mittag ein paar Minuten früher, damit sich das Kind allmählich an die andere Schlafverteilung gewöhnt.

Beim Einschlafen hilft es, sich an feste Zeiten zu halten und kleine Rituale einzuführen: Sich zum Kind setzen oder legen und eine kleine Geschichte erzählen oder vorlesen. Manche Kinder lieben es, immer wieder dasselbe kleine Lied oder eine sanfte Melodie zu hören. Das beruhigt und entspannt hibbelige, aufgedrehte Zwerge.

Klare Zeichen für „ausgeschlafene“ Kids: gute Stimmung, gute Konzentration und jede Menge Spielfreude.