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Die Papa-Rolle - Wenn Papa immer "ja" sagt

„Mein Papa ist toll. Mit dem kann ich ganz anders spielen als mit Mama.“ Zufällig hört der Vater mit, was sein Kleiner einem Gleichaltrigen erzählt, und freut sich sehr darüber. Denn das beweist: Er macht viel richtig.

Manche Stepkes wollen schon mit drei ein Fahrrad haben. Der Vater findet das klasse, kauft ein Mini-Fahrrad, und los geht´s, natürlich gemeinsam. Das Fahrrad eiert bedenklich, und Mama sieht besorgt zu. Ihr wäre ein Fahrrad mit Stützrädern lieber gewesen. Was kann nicht alles passieren ohne diese Dinger!

Bild: © Aleksei Potov (Fotolia.com)     

Experten meinen: Wenn Kinder Herausforderungen angehen und sich selbst ausprobieren wollen, sollten die Eltern ihnen das nicht etwa so einfach wie möglich machen oder gar abnehmen wollen aus Besorgtheit. Lieber erstmal machen lassen, hinschauen und aufpassen, aber nicht gleich einschreiten, wenn sich das Kind anfangs vergeblich abmüht. Väter sind da oft gelassener als Mütter, sie sagen dem Kind: Ja, mach doch mal. Sie gehen anders mit solchen Situationen um, sind tolle Mutmacher, und passen dabei trotzdem auf. Dass Eltern den Kindern unterschiedliche Signale geben – egal, ob Mutter und Vater oder zwei Mütter oder zwei Väter – ist von Vorteil für die Kids: Sie lernen unterschiedliche Perspektiven auf die Dinge kennen und entwickeln sich so besser. Und was die Frage „Fahrrad mit oder ohne Stützräder“ angeht, so stehen hier die Experten auf Papas Seite: Sie halten Stützräder für problematisch, weil sie dem Kind ein Gleichgewichtsgefühl vermittelt, das man beim „richtigen“ Fahrrad selbst herstellen muss. Also lieber gleich richtig Fahrradfahren lernen. Papa ist ja da.

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